Vita Max Uthoff

Ich bin irgendwann geboren und von da ab mäanderte das Leben so vor sich hin.
Nächster Halt: Pubertät oder „Es fährt ein Zug nach Libido“.
Nach einer soliden Lehre in der staatlich geprüften Satire- Werkstatt des Münchner Rationaltheaters, weitete ich meine humoristische Ausbildung durch das Studium der Rechtswissenschaft aus.
Mein Ziel war es, die spröde Materie des Rechts satirisch zu unterwandern. Dies gelang mir im Jahre 2002. Das gesamte Rechtssystem der Republik ist seitdem durchgehend albern. Zur Strafe bekam ich das zweite Staatsexamen ausgehändigt mit der Aufforderung, mich zu trollen.
Im Jurastudium lernt man vor allem, Urteile über Dinge zu fällen, von denen man kaum etwas versteht. Von da an ist es nur ein kleiner Schritt zum Kabarett.
Seit 2007 versuche ich nun das kapitalistische System mit den Mittel der Satire aus den Angeln zu heben. Nichts weniger als eine Umwälzung, eine Revolution, an deren Ende ein gerechtes Gesellschaftssystem und Friede, Freude und Eierkuchen für alle stehen. Und ich finde, ich bin schon ein gutes Stück vorangekommen.
Auf meine Drohung, vielleicht doch den Beruf des Rechtsanwaltes wieder aufzunehmen reagieren deutsche Kulturinstitutionen zunehmend beleidigt und versuchen mich durch die Verleihung obskurer Kleinkunstpreise davon abzuhalten.
Mal sehen, ob sie damit durch kommen.


Goldener Nagel 2007 AT (Publikum und Jury)
Tam Basilisk 2007 AT (Publikum und Jury)
Amici Artium 2007 D (Publikum und Jury)
Lüdenscheider Lüsterklemme 2008 D (Publikumspreis)
St. Ingberter Pfanne 2009 D (Extrapreis Jury)
Obernburger Mühlstein 2009 D (Publikumspreis)
Thurn & Taxis Kabarettpreis 2010 D (Publikum & Jury)
Stuttgarter Besen (silbern) 2010 D (Jurypreis)
Oltner Strungfeder 2010 CH (Jurypreis)
Kultgaragenpreis Ennepetal 2010 (Publikumspreis)
Kenzinger Original 2011 (Publikumspreis)
Deutscher Kabarettpreis 2011 (Jury)
Deutscher Kleinkunstpreis 2012 (Jury)
Bayerischer Kabarettpreis 2013 Senkrechtstarter (Jury)